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Erkenntnisse im Sinne von wahren Erkenntnissen und Irrtümer im Sinne von nachweislich irrtümlichen oder irreführenden Behauptungen gibt und gab es in der Theologie, in der Philosophie und in der Politik. Für die genannten drei Bereiche stehen die Namen Jesu, Nietzsches und Trumps. Donald Trump und die mit seinem Namen verknüpften «alternative facts» beziehungsweise «fake news» stehen für einen Politikstil, bei dem die Grenzen zwischen Wahrheit, Irrtum und Lüge fatal verschwimmen. Dabei erinnert an Trumps Gebaren manches an den von Nietzsche divinierten Übermenschen. Natürlich: Trump ist nicht der «Übermensch». Aber Nietzsche argumentierte leidenschaftlich dafür, das Konzept Wahrheit als Ganzes zu verabschieden. Massgeblich ist nur, was der Übermensch sagt. Nietzsches entschiedene Reserve gegenüber dem Wahrheitsparadigma erreicht einen Höhepunkt in dem berühmten Satz: «Wahrheit ist die Art von Irrtum, ohne welche eine bestimmte Art von lebendigen Wesen nicht leben könnte». Nietzsches Kritik am Wahrheitsparadigma zielte vor allem auch auf das christliche Wahrheitsverständnis. Ein an dieser Stelle einschlägiger Spitzensatz Jesu lautet: «Ich bin […] die Wahrheit» (Joh 14, 6) - ein Satz, der leider auch zum Ausgangspunkt zum Teil verheerender Irrtümer geworden ist. Jesus, Nietzsche und Trump stehen für ganz unterschiedliche Sortierungen von Wahrheitserkenntnis und Irrtum. Hier tut sich eine reizvolle Konstellation auf, die in einen systematischen Zusammenhang gebracht wird und auf die Frage zielt: Was bedeutet das für unsere Rede von Wahrheitserkenntnis und Irrtum?
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In einer kultur- und sozialgeschichtlichen, mit zahlreichen Abbildungen illustrierten Studie werden die vielfältigen politischen Einflüsse auf die Mode, das Frauenbild und den life style in den Epochen des Stalinismus, der Entstalinisierung und der Zeit nach dem Prager Frühling untersucht. Mode war im Kalten Krieg stets auch ein identitätsstiftendes Moment des politisch-sozialen Systems. In der systemvergleichend angelegten Studie werden am Leitfaden der amerikanischen Modezeitschrift Vogue auf der einen Seite und tschechoslowakischen Frauenzeitschriften und Werbeplakaten auf der anderen Seite die Entwicklungen der Mode unter kapitalistisch-marktwirtschaftlichen und staatlich-planwirtschaftlichen Bedingun­gen dargestellt.
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Die erste Nummer von conexus enthält Aufsätze, die das Thema «Lust und Leiden» aus philosophischer, literaturwissenschaftlicher und kunstgeschichtlicher, historischer und politischer, kulturanthropologischer und medizinischer Perspektive beleuchten.
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In der altchinesischen philosophischen und erotischen Literatur finden sich offenbar keine sexuellen Konzepte, die sich als sadistisch oder masochistisch deuten lassen. Der Sadomasochismus war im vormodernen China, auch wenn er gelegentlich praktiziert worden zu sein scheint, keine signifikante sexuelle Vorliebe. Allerdings kannte das alte China durchaus die Verbindung von Lust und Schmerz, und zwar in der konfuzianischen Kindespietät, die in der Kaiserzeit als höchste Tugend galt und in teilweise bizarren Geschichten exem­plifiziert wurde.
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Die Ringvorlesungen der Privatdozentinnen und Privatdozenten, Titularprofessorinnen und Titularprofessoren der Universität Zürich werden nach der Neuorganisation der Stände von den Fortgeschrittenen Forschenden und Lehrenden der Universität Zürich weitergeführt. Die Beiträge durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren, werden professionell redigiert und lektoriert und in der Zeitschrift conexus auf der Plattform HOPE publiziert.
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Harninkontinenz und erektile Dysfunktion sind nach wie vor Tabuthemen, die nicht gerne verbalisiert werden. Sie gehen mit Schamgefühl, Unwohlsein und Unsicherheit einher und werden daher nicht gern in der Öffentlichkeit, im Privaten oder auch beim Arztbesuch angesprochen. Aus urologischer Perspektive werden die unterschiedlichen – konservativen, medikamentösen, apparativen und operativen – Therapiemethoden diskutiert.
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Zwischen 1987 und 2017 haben die Privatdozentinnen und Privatdozenten, Titularprofessorinnen und Titularprofessoren der Universität Zürich achtzehn Ringvorlesungen gehalten. Nachfolgend werden die Vorlesungen auf der Grundlage der publizierten Beiträge verzeichnet.
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Nicht Lust oder Leiden, sondern Lust und Leiden: Die vorliegende erste Nummer von conexus enthält Aufsätze, die das Thema aus philosophischer, literaturwissenschaftlicher und kunstgeschichtlicher, historischer und politischer, kulturanthropologischer und medizinischer Perspektive beleuchten.
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Was im Folgenden versucht wird, ist eine grobe Skizzierung der komplexen Grundstrukturen und Einteilungen von Lust und Leiden. Nach Hinweisen zur Etymologie und Sprachgeschichte werden Lust und Leiden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. In einer semantisch-sprachanalytischen Annäherung wird untersucht, welche Empfindungen wir haben, wenn wir in verschiedenen Kontexten und Situationen von Lust und Leiden sprechen. Dabei werden die unterschiedlichen Gestalten und Facetten dieser Empfindungen thematisiert. Schliesslich werden der ontologische Status sowie das ontologische Ineinander-verschlungen-sein von Lust und Leiden in verschiedenen Konstellationen diskutiert.
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In einer biographisch-philologischen Lektüre von Goethes Trilogie der Leidenschaft (1827) wird die dichterische Verarbeitung von Leiderfahrungen als mögliche Strategie ihrer Bewältigung untersucht. Wegleitend sind dabei die in Psychoanalyse und Literaturwissenschaft diskutierten Fragen, wie ein Mensch in der Retrospektive ein angemessenes Verhältnis zu eigenem Leid entwickeln kann, ob und wie es Goethe gelingt, durch die literarische Verarbeitung von persönlichen Enttäuschungen und Verletzungen zu einer versöhnlich-souveränen Haltung zur eigenen Vergangenheit zu gelangen, welches die ad­äquate Form der Darstellung von Leid ist, und inwiefern durch literarische Verdichtung Individuelles und Persönliches transzendiert und als Allgemeines mitteilbar gemacht werden kann.
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